Wiedersehen REPORT
JIMMA 2014
Eye-Camp Jimma, Äthiopien
16.-21.3.2014


Abreise von Graz am 15.3.2014,
Nachtflug nach Addis Abeba, von
dort mit dem Auto nach Jimma.
Wie immer sieben Stunden Fahrt
mit vielen Getier auf der Straße
und haarsträubenden Überholmanövern
Entgegenkommender in den Kurven.
 

 

Der Montag, der 17.3. 2014, begann wie üblich mit einer Visite. Diesmal waren 60 Patienten bestellt. Die Hälfte hatten eine Netzhautablösung und zirka ein Drittel davon eine beidseitige. Also eine ungeheure Anzahl.
 
Unter ihnen waren verhältnismäßig viele junge Menschen. Für die Ursache der hohen Anzahl an Netzhautablösungen könnten einerseits Trauma und Myopie verantwortlich sein, andererseits auch ein gehäuftes Auftreten von schweren peripheren Netzhautdegenerationen. Die Selektion der Patienten für die jeweiligen Operationen stellte wieder eine große Herausforderung dar.
 
Der Tag endete mit einer Vitrektomie ( eine Augenoperation, bei dem gezielt Teile des Glaskörpers chirurgisch entfernt werden) bei einer Patientin mit Glaskörperblutung.
In den Tagen von Dienstag bis Freitag standen jeweils drei Vitrektomien pro Tag am Programm, wobei Yeshigeta und Tsedeke (Augenärzte aus Jimma) sich immer abwechselten und die unterschiedliche Schritte bei diesen OPs unter Anleitung erfolgreich durchführten.
 
Ein besonderes Lob gilt der männlichen Op-Schwester Frazer, der perfekte Arbeit leistete.
Mit einer Vitrektomie am Freitag vor dem Abflug endete das erfolgreiche Camp.
 
Generell herrschte wieder eine sehr euphorische Stimmung. Das vermehrte Engagement der Retinaambulanz an der Klinik hat sich bereits herumgesprochen, denn Anzahl der Patienten ist deutlich im Steigen begriffen.